Für mich war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass es ein Unterstützungsangebot des Gleichstellungsbüros gibt und dass ich mich bei Problemen hätte an Sie wenden können.

Rückblick: Vanessa Rakebrandt

Wann haben Sie an der HAWK studiert?
Mein Bachelorstudium mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik habe ich 2013 begonnen. Ich schloss direkt mein Masterstudium an, welches ich innerhalb der Regelstudienzeit im August 2018 abschloss.


Für welches Studienfach / welche Studienfächer waren Sie immatrikuliert?
Bachelor und Master Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Produktionstechnik


An welchem Standort haben Sie studiert? Wo fanden Ihre Vorlesungen und Seminare statt?
Ich habe in Göttingen an der Fakultät Ressourcenmanagement studiert. Die Vorlesungen fanden abwechselnd zwischen den Fakultäten Ressourcenmanagement und Ingenieurwissenschaft und Gesundheit in Göttingen statt.


Wenn Sie aus heutiger Perspektive auf Ihr Studium zurückblicken: was sind Ihre schönsten Erinnerungen?
Die gesamte Studienzeit war trotz der doch stressigen Lernphasen durch viele schöne Erinnerungen geprägt. Ich habe wertvolle Netzwerke geknüpft, Freundschaften fürs Leben geschlossen und großartige Zeiten auf dem Campus der Fakultäten verbracht. Die schönste Erinnerung ist jedoch zweifelsfrei der befreiende Moment, als ich meine Masterurkunde, als eine der Jahrgangsbesten überreicht bekommen habe. Es war ein überwältigendes Gefühl zu wissen, was ich trotz der Doppelbelastung mit Arbeit und Studium, erreicht hatte.


Gab es Hürden und Hindernisse während Ihres Studiums?
Eine große Belastung war der Spagat zwischen Beruf und Studium. Beiden Tätigkeiten gerecht zu werden erforderte größte Disziplin und bedingte einen strikten Plan, an den es sich zu halten galt. Es gab Phasen, da gab es so gut wie kein Privatleben; aber im Nachhinein bin ich froh, diesen Weg gemeistert zu haben und blicke mit Stolz auf diese Zeit zurück. Ich bin froh, mein Ziel nie aus den Augen verloren zu haben.


Haben Sie ein berufsbegleitendes Studium absolviert?
Ja. Ich habe vor meinem Studium eine Ausbildung zur Physiklaborantin bei der Sartorius Stedim Biotech GmbH absolviert und wurde nach der Ausbildung übernommen. Da mir mein Beruf sehr viel Freude bereitete, wollte ich diesen ungern aufgeben und reduzierte meine Arbeitszeit zu Beginn des Studiums. So konnte ich Arbeit und Studium vereinen.


Hatten Sie familiäre Verpflichtungen oder eine Pflegeverantwortung während Ihres Studiums?
Nein.


Was hat Sie am meisten motiviert während Ihres Studiums?
Schon im Laufe meiner Ausbildung wuchsen mein Ehrgeiz und der Wunsch nach einem Studium, welcher sich auch stets aufrechterhielt. Durch das Studium erhoffte ich mir die praktisch gewonnenen Fähigkeiten durch theoretisches Fachwissen ergänzen und erweitern zu können. Dieser Wunsch vereint mit der Vorstellung, meine Masterurkunde in den Händen zu halten hat mich stets motiviert.

Stehen Sie noch in Kontakt mit Ihrer früheren Fakultät?
Ja. Von Zeit zu Zeit schreibe ich mit einigen meiner ehemaligen Professoren und Professorinnen. Zudem bin ich im Kontakt mit dem Alumniverein der Hochschule.


Waren Ihnen die Unterstützungsangebote des Gleichstellungsbüros während Ihres Studiums bekannt?
Ja. Insbesondere die Fakultätsgleichstellungsbeauftragte Dr. Regina Ahlbrecht hat darüber sehr gut informiert.


Wie hätten wir Sie am besten unterstützen können?
Für mich war es ein gutes Gefühl zu wissen, dass es ein Unterstützungsangebot des Gleichstellungsbüros gibt und dass ich mich bei Problemen hätte an Sie wenden können.


Wenn wir einen Arbeitsauftrag von Ihnen entgegennehmen könnten, womit würden Sie uns beauftragen?
Das ist eine schwierige Frage.
Ich würde anregen, mehr praktisch bezogene Werbung z.B. in Form von Erfahrungsaustauschprogrammen anzubieten. Ich denke, gerade Studieninteressierten fällt die Auswahl der Fachrichtung oft schwer, da sie keine Vorstellung haben, wie der Arbeitsalltag später einmal aussehen könnte. Hier würde ein direkter Austausch zwischen Interessierten und Absolvent*innen, die bereits im Berufsleben angekommen sind, sicherlich helfen.


Wie gestaltete sich für Sie der Übergang vom Studium in den Beruf?
Der Übergang zwischen Studium und Beruf gestaltete sich bei mir sehr fließend. Da ich bereits die gesamte Studienzeit als gelernte Physiklaborantin mit einer halben Stelle bei dem international agierenden Pharma- und Laborzulieferer Sartorius Stedim Biotech GmbH arbeitete. Während des Masterstudiums übernahm ich im Bereich Process Engineering schon immer mehr Projektaufgaben, so dass ich direkt im Anschluss an mein erfolgreiches Studium als Ingenieurin übernommen wurde.


Sind Sie zurzeit berufstätig? Wenn ja: in welchem Bereich arbeiten sie?
Ich arbeite derzeit bei der Sartorius Stedim Biotech GmbH im Bereich Separation Technology/Process Engineering mit den Schwerpunkten Produktionstechnik, Industrialisierung und Prozessverbesserung. Als Projektingenieurin koordiniere ich Projekte zu den oben genannten Themen und entwickele in Zusammenarbeit mit nationalen wie auch internationalen Projektteams entsprechende Konzepte und begleite diese von der Idee über die Projektierung und Budgetplanung bis hin zur finalen Umsetzung inklusive Qualifizierung. Ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Arbeit ist der Transfer der beschriebenen Projekte an die unterschiedlichsten Standorte von Sartorius wie z.B. Puerto Rico, New Oxford oder Beijing.

Haben Sie während Ihres Studiums oder Ihrer beruflichen Laufbahn schon einmal an einem Mentoring-Programm teilgenommen?
An einem Mentoring- Programm habe ich bisher leider noch nicht teilgenommen. Ich betreue aber als Ausbildungsbeauftragte die Auszubildenden in meiner Abteilung und agiere dementsprechend als eine Art Mentorin. Aus dieser Erfahrung heraus könnte ich mir sehr gut vorstellen an einem Mentoring-Programm teilzunehmen.


Möchten Sie uns anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der HAWK noch eine Idee oder einen Ratschlag für die Zukunft mit auf den Weg geben?
Gehen Sie mit der Zeit und versuchen Sie weiterhin den praktischen Bezug zu Unternehmen herzustellen. Ein gutes Netzwerk ist heutzutage mehr als wertvoll.

 

 

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